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CD-Rezension: Mumford & Sons – Babel

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CD-Rezension: Mumford & Sons – Babel

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Mumford & Sons lassen sich vom Erwartungsdruck nicht beirren und machen einfach weiter, als wär‘ nichts gewesen.

Mumford & Sons wissen genau, was wir brauchen, und halten uns auf Babel nicht lange hin: Es dauert keine zehn Sekunden, und unser Verlangen nach Banjo-Euphorie, stampfenden Rhythmen und wirbelnder Glückseligkeit wird gestillt.

 

Vertrautes Terrain

Babel knüpft direkt an ihr Debütalbum Sigh No More an. Mumford & Sons bleiben ihrem Bluegrass-Folk-Rock Stil treu, bei Melodien und Songstrukturen wird wenig experimentiert. Der immer ähnliche Spannungsaufbau, der sich oft in einem explosiven Ausbruch entlädt, wird so immer leichter durchschaubar. Trotzdem bleibt der Rausch, die geballte Emotion, das Temperament. Mumford & Sons sprudeln zwar nicht vor Ideen über, aber sie besitzen die nicht zu unterschätzende Gabe, aus Bewährtem so viel Gutes herauszuholen, wie nur geht. Allerdings deutet sich schon an, dass es nicht ewig so funktionieren kann: Das Vokabular dürfte irgendwann erschöpft sein –„pain“ reimt sich auf „shame“ und „rain“ ungefähr so gut wie „Herz“ auf „Schmerz“ – und „Broken Crown“ klingt wie eine leicht abgeänderte Version von „I gave you all“ (ist aber mit seiner aufwallenden Wut trotzdem ein großartiger Song).

 

Gänsehautmomente

Am Anfang des Albums kann der Eindruck entstehen, Mumford & Sons würden auf Babel mehr auf den Effekt ihres süchtig machenden Klangsogs setzen als auf tiefgründige Songs. Doch das bestätigt sich im Verlauf des Albums nicht. Denn wie auf Sigh No More gibt es auch auf Babel viele Gänsehautmomente, in denen Dunkelheit und Glück ganz nah beieinanderliegen und Marcus Mumford bis in die hintersten Ecken der menschlichen Seele vordringt.

Mumford & Sons haben ihr Debüt zwar nicht übertroffen, aber sie haben auch weder den Boden unter den Füßen verloren, noch haben sie unter dem Druck, ein Meisterwerk schaffen zu müssen, sich selbst vergessen. Babel ist eine Fortsetzung von Sigh No More, die genau so klingt, wie das, was man in den drei Jahren seit Mumford & Sons‘ Debüt vermisst hatte: intim und ekstatisch zugleich. Was will man mehr?!

 

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