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CD-Kritik: Coheed & Cambria – The Afterman: Descension

Musik
Überblick
Item Reviewed

Coheed & Cambria: The Afterman - Descension

Author
15. Februar 2013
Genre

Prog-Rock

Kommt aus

USA

Jahr

2013

 Trotz des Titels: Mit dem zweiten Teil ihres Konzept-Doppelalbums geht es für Coheed weiter bergauf

Afterman Descension CoverWhat goes up must come down: Nachdem die New Yorker Prog-Konzept-Band Coheed & Cambria um Sänger und Gitarrist Claudio Sanchez vor gerade mal vier Monaten mit The Afterman: Ascension ihr bestes Album seit acht Jahren veröffentlicht hat, folgt mit Descension die unausweichliche zweite Hälfte der Geschichte. Zusammen ergeben die Beiden das Doppelalbum The Afterman, ein neues Kapitel in Sanchez‘ zunehmend komplexer, transmedialer Amory Wars-Saga, für die er eine Reihe von Comics geschrieben hat, und nach deren Charakteren auch die Band selbst benannt ist.

Musikalisch gibt es zwischen Descension und Ascension keinen merklichen Bruch. Die neu entdeckte Spielfreude und Inspiration sind ungebrochen, und die Songs sind dem Vorgänger ebenbürtig, wenn nicht sogar noch einen Tick besser. Mit seinen rund 43 Minuten ist Descension zwar kaum länger als Ascension, funktioniert aber trotzdem besser als eigenständige Veröffentlichung und fügt sich außerdem mit dem Vorgänger zu einem epischen und erstaunlich stimmigen Konzeptalbum zusammen.

Titel wie „Gravity’s Union“, „Dark Side of Me“ und das unerbittlich groovende „The Hard Sell“ gehören zu den besten Stücken der Coheed-Discographie, während die Midtempo-Hymne „Away We Go“ an den AOR-Sound von Bands wie Journey erinnert, gleichzeitig aber unverwechselbar nach Coheed klingt.

Im direkten Vergleich zu Ascension fällt außerdem auf, dass sich auf Descension kein einziger Füller-Song befindet. Und auch die vorher schmerzlich vermissten Gitarrensoli haben wieder Einzug in den Sound von Coheed & Cambria gehalten. Bravo!

Umso mehr weh tut dafür die Produktion: Der Mix des Albums ist zwar gut balanciert, klar und druckvoll, aber das Mastering drückt den Sound ständig so penetrant an die Dezibel-Obergrenze, dass jegliche Dynamik ertrinkt und oft ungewollte Verzerrungen entstehen. Unhörbar wird das The Afterman: Descension dadurch zwar nicht, aber ähnlich wie bei Metallicas Death Magnetic und – dem wohl tragischsten Opfer des Loudness War – Rushs Vapor Trails wäre mit etwas mehr Luft und Dynamik im Mix viel gewonnen gewesen.

Aber trotz dieser Abstriche beim Sound befinden sich Coheed & Cambria mit The Afterman: Descension weiter in ihrem kreativen Zenit, und mit dem jetzt kompletten Afterman haben sie eins der besten Alben ihrer Karriere veröffentlicht.

 

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  • 22. Februar 2013 auf 20:45

    Ich muss ja einräumen, dass ich das Album erst einmal durchgehört habe, aber mir scheint ein wenig, als ob der Autor die früheren Alben von Coheed & Cambria nicht kennt. Descension ist für mich nach dem ersten hören das poppigste Album mit der größten Chance, eine Auskopplung als Titelsong eines Hollywoodfilms zu vermarkten. Finde ich persönlich eher schade. Die Vielschichtigkeit von beispielsweise „The light and the glass“ auf „in Keeping Secrets Of Silent Earth:3“ ist mir spontan auf keinem der Afterman-Alben aufgefallen.
    Doch zugegeben: in „Ascension“ habe ich mich auch eingehört. Evtl. klappt das ja auch mit dem neuen Album. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass das Album nicht, wie der Autor meint, „den kreativen Zenit“ von Coheed and Cambria markiert.

    • 22. Februar 2013 auf 21:26

      Hi Sascha,
      Nope, „der Autor“ (gerne auch einfach Kai) kennt alle Alben (bis auf die ‚Shabouti‘ Ep), und ist auch seit langer Zeit großer Fan. Mir fehlt nicht der Vergleich, sondern ich finde Descension wirklich so gut; vor allem deutlich besser als alles seit Good Apollo 1.
      Vielleicht hörst du dich ja noch rein. 🙂

  • 27. Februar 2013 auf 23:14

    Hey Kai,
    UPDATE: Einige Durchläufe später habe ich mich tatsächlich reingehört. Ist m.E. besser, als auf den ersten Hörer gedacht. Ich bin gespannt, was noch kommt. ich habe ja die beiden Komplettbände der Comics von The Amory Wars. Bislang gibt es ja leider keine anderen Comics. nur Graphic Novels, aber eine vollständige Comicsammlung zu allen Alben wäre schon schick. Naja, wir warten es ab.

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