Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Musikkritik: Coheed & Cambria – The Afterman: Ascension

Musik
Überblick
Item Reviewed

Coheed & Cambria: The Afterman - Ascension

Author
10. Oktober 2012
Genre

Prog-Rock

Kommt aus

USA

Jahr

2012


Das neue Album der New Yorker Konzeptband ist mehr Sprint als Marathon

Die gute Nachricht vorweg: The Afterman: Ascension ist die Rückkehr der Post-Hardcore/Prog-Konzeptband Coheed & Cambria (Benannt nach zwei Figuren aus der Comic-Saga von Sänger und Gitarrist Claudio Sanchez) zum Sound ihrer ersten – und besten – Alben. Auch die neue CD ist Teil des „Konzeptalbums“, das sich über die  komplette Discographie erstreckt. Die ersten Alben erzählen jeweils Kapitel 2, 3, 4.1 und 4.2 der Amory Wars während das experimentellere Year Of The Black Rainbow ein Prequel zur Geschichte ist. Sanchez Amory Wars-Serie soll außerdem, wie kürzlich auf der Comic-Con verkündet wurde, die Grundlage für einen Kinofilm sein, produziert von Mark Wahlberg und seinem Entorage-Kollegen Stephen Levison.

Gewohnter Sound

Zunächst aber steht nach dreijähriger Schaffenspause ein neues Coheed-Album ins Haus. Afterman: Ascension beginnt mit dem obligatorischen atmosphärischen Instrumental „The Hollow“, dass gleichzeitig der Trailer zum Album ist:

Schon der erste volle Song „Domino the Destitute“ hat wieder die manische Energie, die auf dem letzten Coheed-Alben gefehlt hat. Die epische Geschichte von The Afterman eröffnet einen neuen Sub-Plot der zunehmend komplizierten (und inzwischen wohl nur noch für die härtesten der Hardcore-Fans überschaubaren) Amory Wars, während die Musik eine Rückkehr zum Sound der ersten drei Alben ist und vor allem an In Keeping Secrets Of Silent Earth 3 erinnert.

Hooks, Riffs und Energie

Während der ruhigere Titelsong Anklänge an den Sound des letzten Albums hat, dreht die Band im Mittelteil des Albums auf; Gitarrensoli sucht man zwar vergeblich, aber Coheed fahren so viele „crunchige“ Riffs und eingängige Hooks auf, dass man sie nie vermisst. Sanchez‘ Geddy Lee-eske Vocals klangen auf dem letzten Album eher entspannt; diesmal schreit er wieder, als wollte er beweisen, dass er es noch kann.

Auch der Rest des Albums (abgesehen vom überflüssigen elektronischen Rausschmeißer „Subtraction“) klingt, als wollten Coheed And Cambria keine der 39 Minuten verschwenden: Die vierteilige „Key Entity Extraction“-Suite wird zwar  geradein den letzten zwei Teilen sehr proggig, aber ohne sich dabei in allzu frickeligen Spielereien zu verlieren.

Neues Lineup

Vielleicht ist der Grund für den Coheedschen Energie-Überschuss die ausgetauschte Rhythm-Section: Auf dem Schlagzeughocker sitzt wieder Ur-Schlagzeuger Josh Eppard (übrigens der Bruder von Three-Sänger Joey Eppard), nachdem Chris Pennie (Dillinger Escape Plan) letztes Jahr wegen kreativer Differenzen seinen Hut genommen hat. Die Band hat außerdem mit Zach Cooper einen neuen Bassisten rekrutiert, nachdem Mic Todd letzten Sommer verhaftet wurde (Drogenbesitz und bewaffneter Raubüberfall[!!]).

Das Problem mit dem ersten Afterman ist seine Spielzeit. Der zweite Teil Descension ist schon für Anfang nächstes Jahres angekündigt, daher war schon zu erwarten, dass Teil Eins  wie ein halbiertes Doppelalbum klingt. Leider klingt The Afterman: Ascension aber eher wie die Hälfte eines einzelnen Albums. Es baut mit elaboraten Intros Atmosphäre auf, die sich nie ganz entfalten kann. Vielleicht hätte das Quartett einfach bis nächstes Jahr warten sollen, um statt einem halben Album direkt den kompletten Afterman zu veröffentlichen.

In einer Zeit in der viele Bands Alben auf Kosten der Qualität auf die maximale CD-Länge strecken (auch im mp3-Zeitalter) mag die Kritik an zu kurzer Spielzeit – vor allem wenn die Musik so gut ist – verfehlt klingen. Aber The Afterman fühlt sich einfach zu sehr nach einer EP an, um als Album komplett zu überzeugen. Die Musik ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, und die Band klingt frisch und voller Energie, aber manchmal ist weniger einfach weniger.

In Deutschland erschienen bei Cooperative Music

Offizielle Website

The Afterman:
http://www.youtube.com/watch?v=6WA7V9EH74Q
Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Pop/Kultur/Schock: POP

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
Kommentare
Antworten

Antwoten

Total

}