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Buchkritik: Tony DiTerlizzi – Die Suche nach WondLa

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Buchkritik: Tony DiTerlizzi – Die Suche nach WondLa

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Tony DiTerlizzi ist wahrscheinlich einer der größten Kinderbuchautoren seiner Generation. Mit den Spiderwick-Chronicles (die er nicht nur für Holly Black illustriert, sondern auch gemeinsam mit ihr entwickelt hat) ist er berühmt geworden, aber schon in den 90ern hat er für Größen wie Peter S. Beagle (Das letzte Einhorn) illustriert und flächendeckend Preise gewonnen.

Dass Tony DiTerlizzi auch schreibt, ist bei uns immer noch nicht so richtig angekommen, dabei ist sein erstes Buch vor mehr als zehn Jahren erschienen. Die Suche nach WondLa ist derEinstiegsband in DiTerlizzis erste eigene Serie, selbst erdacht, selbst geschrieben – und natürlich selbst illustriert.

Wenig erstaunlich, dass diese Illustrationen das Auffälligste an DiTerlizzis ziegelstein-schwerem Buch sind: Noch bevor das erste Kapitel beginnt, zeigt DiTerlizzi die Welt seiner Heldin Eva Neun (ja, so heißt sie) über ihre Schulter hinweg, und direkt auf der nächsten Seite ihr Gesicht in Nahaufnahme. Noch bevor wir ihren Namen kennen, wissen wir wer sie ist; aus diesen schwarz-weiß-grünen, großzügigen Zeichnungen, die ganz anders aussehen als die in den Spiderwick-Chronicles, weniger detailliert, dafür wilder und mutiger, und trotzdem unverkennbar vom gleichen Künstler stammen.

Die Welt, die er um Eva Neun herum schafft, ist genauso unverkennbar DiTerlizzi: Eine Mischung aus Science Fiction-Technologie und sehr archaischer, märchenhafter Fantasy mit einem genauso archaischen Bösewicht. Warum der Eva Neun jagt und warum das Refugium zerstört worden ist, in dem sie mit einem Roboter gelebt hat, warum die Welt um sie herum so ganz anders ist als sie gelernt hat und warum sie weit und breit das einzig menschliche Leben ist, all das wird angedeutet, aber nicht vollständig erklärt.

Vor allem das lässt vermuten, dass Die Suche nach WondLa hauptsächlich als Einführung in die Welt gedacht ist. Deren wahre Natur wird erst ganz am Schluss angedeutet (eine sehr explosive Szene), und zusammen mit DiTerlizzis tausend eigenwilligen Ideen birgt diese Enthüllung jede Menge Potenzial für die Serie. Der erste Band aber hat schwer unter der Last der Exposition zu tragen. Während Eva von Abenteuer zu Abenteuer hetzt und DiTerlizzi alles (und alle, auch die Charaktere sind sehr liebevoll) um sie herum mit großer Begeisterung beschreibt, kommt die Handlung zu kurz. Der Übergang von einer Station zur nächsten ist mühevoll, und was Eva Neun jeweils dort erlebt, könnte aus einer Einführung für angehende Kinderbuchautoren stammen.

Ich hoffe, dass Tony DiTerlizzi seine Kreativität im nächsten Band nicht nur auf die Welt konzentriert, sondern auch auf das, was in ihr passiert. Dann könnte WondLa zu einer wirklich tollen Serie werden, denn alles andere im Auftaktband stimmt. Und der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich es mit Band 2 auf jeden Fall versuchen werde.

 

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