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Buchkritik: Eva Rice – Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen

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Eva Rice - Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen

Author
12. März 2014
Originaltitel

The Lost Art of Keeping Secrets

Spielt in

England, 50er Jahre

Jahr

2006 (Originalausgabe: 2005)

Länge

480 Seiten

Verlag

Droemer

Oder: Die fast verlorene Kunst, charmante und kluge Liebesromane zu schreiben.

Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen; Rechte: KnaurDie britische Cosmopolitan hat diesem Buch eins der größten Komplimente gemacht, die für Autoren romantischer Romane überhaupt in Frage kommen: Bücher wie dieses würde Jane Austen schreiben, wenn sie heute leben würde.

Ich halte diese Behauptung für gewagt, Jane Austen hat schließlich scharf beobachtete Kritik an der Gesellschaft ihrer Zeit in ihren Romanen untergebracht, während Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen vor allem ein nostalgischer Coming-of-age-Roman ist – wenn auch gleichzeitig der eines Mädchens und der britischen Oberschicht in der Nachkriegszeit. Aber verständlich ist sie trotzdem, die Behauptung, weil Eva Rice‘ charmanter Stil sich tatsächlich ähnlich liest wie der der unvergleichlichen Miss Austen.

Ihr Roman zelebriert gleichzeitig die Überreste des viktorianischen England, damenhaftes Verhalten, Herrenhäuser, Plumpudding, und den Fortschritt,  der in den 50ern in Form von forschen Amerikanern, Emanzipation und Rock’n’Roll über Großbritannien hereingebrochen ist. Aber vor allem erzählt er die Geschichte von Penelope, deren Leben auf den Kopf steht, seit die energiegeladene Charlotte über sie hereingebrochen ist.

Charmante Charaktere, unerwartete Wendungen, unverbrüchliche Leichtigkeit und eine Geschichte, die etwas über die Zeit, in der sie spielt, zu sagen hat – und diese Zeit auch noch zum Leben erweckt: Das ist mehr, als man von 99% aller Romane in diesem Genre erwarten darf.

PS: Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen wird im Moment nicht aufgelegt, ist aber gut gebraucht zu bekommen.

 

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Fluffig, aber alles andere als dumm: Die perfekte Lektüre für einen Tag am Strand oder um den letzten Wintertagen für ein paar Stunden die Stirn zu bieten.

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