Paste your Google Webmaster Tools verification code here

Buch-Kritik: Victoria Schwab – Das Mädchen, das Geschichten fängt

Buch
Überblick
Item Reviewed

Victoria Schwab - Das Mädchen, das Geschichten fängt

Author
30. Juli 2014
Originaltitel

The Archived

Jahr

2014 (amerikanisches Original: 2013)

Serie

The Archived

Die Vergangenheit lässt sich nicht festhalten – oder?

Schwab_Maedchen_das_Geschichten_faengtIch war 13 und kam gerade völlig verheult aus dem Kino weil gerade die Titanic vor meinen Augen gesunken war, inklusive Leonardo DiCaprio. Aber ich war nicht wegen „Leo“ so unglücklich, sondern weil mir zum ersten Mal klar geworden war, wie viel bei so einer Katastrophe eigentlich verloren geht. Nicht nur das Leben unzähliger Menschen, sondern auch ihre Geschichten, ihr Wissen, ihre Träume und Phantasien.

Um genau das zu verhindern, gibt es in der phantastischen Welt von Victoria Schwab das Archiv. In dessen labyrinthischen Gängen wird eine Reproduktion jedes Verstorbenen gespeichert, die ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, und die alles speichert, was der Betreffende jemals erlebt, gedacht oder geträumt hat. Die 18jährige Mackenzie ist dafür verantwortlich, diese „Chroniken“, wenn sie versehentlich aus ihrem Platz im Archiv entwischen und drohen in unsere Welt zu finden, wieder einzufangen.

Als sie mit ihren Eltern in ein ehemaliges Hotel zieht, bekommt sie ein neues Revier, und dort läuft einiges nicht so, wie es sollte. Und dann gibt es auch noch Hinweise, dass in dem Hotel vor 50 Jahren ein Mord geschehen sein muss.

Victoria Schwabs Roman folgt in vieler Hinsicht dem Muster der Young Adult-Romane, die in den letzten Jahren so wahnsinnig beliebt sind: Die Geschichte ist schnell und – zumindest in der zweiten Hälfte – spannend erzählt; Mackenzie ist eine rebellische Protagonistin mit ganz besonderen Fähigkeiten, selbst unter den Wächtern, und einer schwierigen Vorgeschichte; sie trifft im Roman auf ein Love Interest (gleich zwei, um genau zu sein); die Nebenfiguren sind fast alle hauchdünn, haben nicht mehr als ein, zwei Eigenschaften und dienen mehr oder weniger als Staffage.

Gerade Letzteres tut dem Mädchen, das Geschichten fängt, nicht unbedingt gut, zumal der Roman bei uns eben nicht als Jugendroman vermarktet wird. Dazu kommt, dass Mackenzie keine besonders packende Protagonistin ist – vielleicht lässt Victoria Schwab uns nicht nah genug an sie heran. Zwar erzählt sie immer wieder Episoden aus ihrer Vergangenheit, aber in denen wir ihr Großvater – der vor ihr Wächter war – lebendiger als sie. Selbst die Trauer um ihren verstorbenen kleinen Bruder war für mich nie so richtig greifbar.

Auf der anderen Seite ist das Archiv nicht nur eine tolle Idee, es ist auch schön ausgestaltet, wird lebendig und ist gleichzeitig von einer Menge interessanter und bislang unbeantworteter Fragen umgeben – Stoff für den nächsten Band der Serie, der im englischsprachigen Raum bereits erschienen ist. Das gilt auch für einige interessante philosophische Fragen, die Schwab bislang nur angerissen hat: Was macht uns menschlich? Was ist Wissen wert? Und wie gefährlich kann es werden?

Das sagen die Anderen



Simply put, The Archived is very good. Better than just „good“, really.
Respiring thoughts

Mackenzies Reisen ins Archiv sind faszinierend und die Idee mit den Chroniken wunderbar erfrischend. Auch wenn die Handlung nicht unbedingt durch Spannung überzeugt, so fesselt doch das Gesamtbild des Romans.
Lost Pages (lost-pages-time.blogspot.de)

Suspense builds to the riveting climax, though discerning readers will spot loose threads when the dust clears.
Kirkus Review

Bewertung
Wir finden:
Ihr findet:
Hier bewerten
Total
Unterm Strich

Die Geschichte selbst ist klischeebeladen und deshalb nicht unbedingt lesenswert, aber die Idee und die Welt haben Potenzial - und die widerspenstige Protagonistein könnte in späteren Bänden noch richtig interessant werden.

Gesamtwertung
User-Bewertung
Du hast dies bewertet
Eure Meinung zum Artikel
0%
0%
0%
0%
Kommentare
Antworten

Antwoten

Total

}