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„Finde den Fisch“ – 9 Meta-Momente im Kino

Film

Welcome to the middle of the film!

Meta-Kunst – also den bewussten Wechsel der Erzählebene – gab es schon im griechischen Theater und dann später exzessiv bei Shakespeare.  Im Kino ist einer der berühmtesten frühen Meta-Momente die Szene in Animal Crackers, in der sich Groucho Marx mit dem Worten “Pardon me whileI have a strange Interlude” entschuldigt, bevor er vor die Kamera tritt und dann einen eigentümlichen Monolog zum Besten gibt.

Manchmal ziehen sich die bewussten Signale, dass man gerade im Kino sitzt, durch den ganzen Film, manchmal bleibt es aber auch einfach bei einer kleinen Szene, in der plötzlich und unerwartet die sprichwörtliche vierte Wand kippt. Wir haben ein paar unserer Lieblings-Meta-Momente gesammelt:

1. Sein Mädchen für besondere Fälle:

In His Girl Friday (1940), einer Jack Lemmon- und Walther Matthau-freien Verfilmung von Ben Hechts The Front Page findet Cary Grants Character die perfekten Worte, um Bruce Baldwin (gespielt von Ralph Bellamy) zu beschreiben: “He looks like that fellow in the movies, what’s his name, Ralph Bellamy!”

2. Ein Königreich für ein Lama:

Die vierte Wand in Disney’s Slapstick-Juwel Emperor’s New Groove bröckelt ohnehin von der ersten Minute an. Trotzdem kommt es unerwartet, als Erzähler und Teilzeit-Lama Kusco den Film anhält, um mit Filzstift Anmerkungen für die Zuschauer zu machen.

3. Annie Hall (Der Stadtneurotiker):

Comedy meets Kahtharsis: Eine Szene in Woody Allens Oscar-Gewinner Annie Hall ist ein Paradebeispiel für Meta-Kino. Als in einer Warteschlange jemand seine eigene Interpretation der Thesen von Medienguru Marshall McLuhan zum besten gibt, zieht Allens genervter Charakter den echten McLuhan hinter einer Ecke hervor:

 

4. Fight Club:

David Finchers Palahniuk-Verfilmung Fight Club (1999) hat einen sorgfältig vorbereiteten Meta-Moment, als Erzähler Edward Norton erklärt, wie Tyler Durden (Brad Pitt) als Filmvorführer Porno-Frames in Familienfilme schneidet. Auch wenn Fight Club selbst eigentlich kein Familienfilm ist, versteckt sich in der letzten Sekunde des Films ein „großer“ Payoff.

5. James Bond – Im Geheimdienst ihrer Majestät:

Bond hat sich nie besonders ernst genommen: in „Her Majesty’s Secret Service“, dem einzigen Film mit „Zwischen-Bond“ George Lazenby gibt es allerdings eine Anspielung auf Sean Connery, die so meta war, dass sie viele Fans nicht gerührt, sondern geschüttelt hat: Als eine gerade gerettete junge Frau den Agenten abblitzen lässt, beklagt sich 007, dass das „dem Anderen“ nicht passiert wäre.

6. Scream:

In Scream (1996) könnte man eigentlich auf jede Szene verweisen  – vom genialen Drew Barrymore-Anfang bis zum Twist-reichen Showdown steckt in jeder Minute von Wes Cravens Meta-Slasher ein Kommentar auf Horrorfilme, nicht zuletzt seine eigenen. Trotzdem sticht eine Szene als besonders selbstreferenziell (wenn auch vielleicht ein bisschen gewollt und konstruiert) heraus: Randy (Jamie Kennedy) guckt John Carpenters Halloween und warnt seine Namensvetterin Jamie Lee Curtis vor der drohenden Gefahr:

 

7. Bolt

Disneys unterschätztes Road-Movie Bolt steht als Film-im-Film (bzw. Serie-im-Film) in der Tradition von Sunset Boulevard. Statt den erzählerische Twist am Ende von Billy Wilders Meisterwerk wartet Bolt allerdings mit einen der albernsten (und genialsten) Meta-Momente der letzten Jahre auf, als Rhino der Hamster die Filmmusik mitsingt.

8. Monty Pythons der Sinn des Lebens

 

9. 21 Jump Street

Das neue „Parodiemake“ der 80er Teen-Cop Serie, die die Karriere von Johnny Depp (und fast auch noch die von Richard Grieco) gestartet hat, wirft mit kleinen Inside-Gags und Meta-Anspielungen nur so um sich. So auch als der Polizeichef erklärt, dass das Undercover-Programm eigentlich nur ein recyceltes, neu verpacktes Programm aus den 80ern ist, das jetzt wieder aufgewärmt wird, weil es an neuen Ideen fehlt. Boom!

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