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2013: Der große PopKulturSchock-Jahresrückblick, Teil 1

Film

Kai: Musik und Kino

2013 ist vorbei, aber wir sind mit dem letzten Jahr noch nicht ganz fertig. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich viel aufgestaut und auch wenn wir nicht alles besprechen konnten, sind hier nochmal die Filme, Bücher, Comics, Serien, Alben und Spiele, die hängengeblieben sind. Den Anfang machen Musik und Filme.

Musik:

Red Paintings CoverThe Red Paintings: The Revolution Is Never Coming

Acht Jahre hat Trash McSweeney, das Mastermind des vorher – und genaugenommen noch immer – unbekannten australischen Art-Rock-Projekts The Red Paintings an „The Revolution is Never Coming“ gebastelt. Die investierte Zeit hat sich gelohnt, denn das ambitionierte Konzeptalbum ist ein Meisterwerk, dass scheinbar mühelos den Sound von Indie Rock mit Ambient, Industrial und Queen-artigem Symphonic Rock-Bombast mischt.

 

 

Steven Wilson - The Raven that Refused to Sing

Steven Wilson: The Raven That Refused To Sing

Steven Wilsons (Porcupine Tree, No-Man, Blackfield) drittes Soloalbum (Besprechung hier) hat weder die ausufernde Ambition seines zweiten Albums, noch die Experimentiertfreudigkeit des Debüts. Stattdessen besteht „The Raven That Refused To Sing“ aus sechs selbstbewussten Songs, die stilsicher Prog und Jazz verbinden und alle zu den besten Kompositionen aus der Feder es britischen Workaholic gehören. Dabei hilft, dass Wilson nicht nur den legendären Tontechniker Alan Parsons, sondern auch Musiker wie Marco Minnemann, Theo Travis und Guthrie Govan für Album und Tour verpflichten konnte.

 

Die Konkurrenz: Die beiden Prog-Metal Legenden Dream Theater und Fates Warning haben jeweils ein neues Album veröffentlicht. Auf Fates Warnings brillantem Comeback „Darkness in a Different Light“ klingt Sänger Ray Alder zwar etwas tiefer, aber anders als auf den letzten Alben seiner Freizeitband Redemption, wieder stimmsicher klingt.Eins der besten Alben des Jahres war auch Dream Theaters „Dream Theater“, das zweite Album ohne Mike Portnoy, das wie eine musikalische Frischzellenkur klingt. Mit ihrem aktuellen Album „Reflaktor“ haben sich die Kanadier Arcade Fire viel vorgenommen, vielleicht zu viel, aber die zunächst sperrige Melange geht auf. Die deutlichen Einflüsse von LCD-Soundsystem und David Bowie sind kein Zufall – James Murphy von LCD Soundsystem produziert und Bowie ist als Gast auf dem Album zu hören). Und apropos: Auch David Bowies „The Next Day“ – sein Quasi-Geburtstagsgeschenk an sich selbst – war eins der herausragenden Alben des Jahres.

Kino:

Pacific Rim PosterPacific Rim, Die Eiskönigin

Meine zwei Lieblingsfilme 2013 haben vor allem mein inneres Kind angesprochen. Guillermo del Toros „Mecha vs. Kaiju“- Spektakel Pacific Rim macht nicht nur die Transformers-Reihe überflüssig(er), sondern verbindet archetypische Charaktere, brillantes Design und aufregend gefilmte 3D-Action zu einem Film, der sich tief vor klassischen Monster-Filmen verbeugt. Frozen (Die Eiskönigin) ist genau die Art Märchen-Musical, die Disney vor allem in den 80ern und 90ern nach erfolglosen Jahrzehnten wieder groß gemacht hat; viele Lacher, tolle Charaktere und ein Broadway-tauglicher Soundtrack voller Ohrwürmer wie „Let it go“ (siehe unten).

 

Act of Killing PosterThe Act of Killing

Kontrastprogramm: Joshua Oppenheimer spricht in seinem Dokumenrfilm mit Massenmördern, die nie für ihre Taten verfolgt wurden. Ein halbes Jahrhundert nach den Massenhinrichtungen – seinerzeit von der Militärregierung und der CIA unterstützt – holt the Act of Killing die Vollstrecker von damals vor die Kamera. Sie sollen ihre Taten als Film inszenieren, egal ob als Gangsterdrama oder buntes Musical. Verstörend, unvergesslich und dabei unterhaltsamer als man meinen würde.

 

Die Konkurrenz: Martin Scorseses dreistündiger Exzess The Wolf of Wall Street beginnt als Glengarry Glen Ross und wird schnell zu Fear & Loathing in Las Vegas. Leonardo DiCaprio und Jonah Hill wecken Erinnerungen an Robert DeNiro und Joe Pesci in Raging Bull, Goodfellas oder Casino, und Wolf of Wall Street  ist Scorseses erster Film seit sehr langer Zeit, der den Vergleich mit diesen Klassikern nicht scheuen muss. Die brillante isralische schwarze Komödie Big Bad Wolves vollbringt das Unmögliche und findet Humor in sperrigen Themen wie Folter und Kindermord, während Richard Linklaters Before Midnight die jahrzehntelange Geschichte von Jesse und Celine konsequent und bewegend weitererzählt. Der lakonische Inside Llewin Davis war ein Karrierehighlight für die Coen Brüder (zugegeben eins von vielen), Smaugs Einöde war eine klare Steigerung gegenüber dem ersten Hobbit-Teil, die „Doppelspitzen“-Action Escape Plan mit Stallone und Schwarzenegger war grundsolide und schon wegen seiner Besetzung ein Stück Filmgeschichte, Joseph Kosinskis Oblivion war eine einzigartig durchgestylte und unendlich unterhaltsame Ode an das Science Fiction-Kino der 70er und Alfonso Cuaróns Gravity war eine beeindruckende Demonstration, wie bahnbrechend 3D im Kino sein kann, wenn man es richtig einsetzt.

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  • 5. Januar 2014 auf 20:35

    Von deinen Favoriten kenne ich gar nichts :O
    Da habe ich auf jeden Fall einiges nachzuholen!

    • 6. Januar 2014 auf 18:30

      Hallo Kim, frohes neues Jahr!

      Bei meiner zweiten Liste – Comics, TV & Spiele – sind dafür aber mit Sicherheit ein paar Sachen dabei, die du gesehen/gelesen/gespielt hast. :)

  • Zaister
    14. Januar 2014 auf 12:22

    “The Red Paintings” klingt interessant, danke für den Tipp! Und was Steven Wilson angeht, stimme ich dir völlig zu.

    • 16. Januar 2014 auf 19:52

      Ja, die Red Paintings lohnen sich. Leider war 2013 – zumindest für mich – in musikalischer Hinsicht insgesamt kein so herausragendes Jahr. Vor allem nicht im Vergleich zu Spielen, Filmen und Comics.

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