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2012 – Der Animationsfilm schlägt zurück

Film


Nachdem der letzte ungewöhnlich kreative Animationsfilm schon ein Weilchen aus den Kinos ist*, scheint die zweite Jahreshälfte 2012 das absolute über-Halbjahr zu werden.

Selbst wenn die Filme, die in den nächsten Monaten erscheinen, sich über das ganze Jahr verteilen würden, wäre die Quote beeindruckend. Aber fünf absolut hochkarätige Animations-Filme in nur sechs Monaten? An so etwas kann ich mich nicht erinnern.

Dabei sind wir dieses Jahr schon verwöhnt worden: Das legendäre britische Claymation-Studio Aardman hat nach sieben Jahren den ersten großen Kinofilm ausgespuckt, Die Piraten, mit großen Schauspielern, gelungenen Gags und dem gewohnten handgemachten Aardman-Charme.

Obwohl damit unser Recht auf herausragende Animationsfilme in diesem Jahr gedeckt sein müsste, bringt Pixar schon im August sein lang erwartetes Meisterwerk Brave ins Kinos, nebenbei der erste Pixar-Film mit einer weiblichen Hauptfigur – und seit drei Jahren der erste, der kein Sequel zu älteren Pixar-Titeln ist. Nur nicht vom deutschen Titel abschrecken lassen, der sich vor Scham kaum tippen lässt: Merida – Legende der Highlands.

Nur zwei Monate später bedenkt uns Sony immerhin drei Jahre nach dem letzten großen Outlet (Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen) mit Hotel Transsilvanien. Einem Vampir-Film! 2012, im Jahr, in dem das Thema Vampir wirklich sowas von durch ist! Aber Sony hat eine ganz gute Bilanz (zum Beispiel den großartigen Surf’s Up, und bei Aardmans Piraten hatten sie auch ihre Finger im Spiel), und die Tatsache, dass Adam Sandler mitspielt, wird auf der pro-Seite durch Steve Buscemi und Gnarls Barkleys Cee-Lo Green wieder ausgeglichen.

Dicht auf den Fersen ist Sony Dreamworks mit dem Film, dessen Trailer ich vorhin eigentlich nur kurz posten wollte, bevor ich angefangen habe über die nächsten Monate nachzudenken: Rise of the Guardians (Die Hüter des Lichts). Nicht nur klingt die Story absurd und kreativ (Väterchen Frost, Sandmann, Zahnfee, Osterhase und Weihnachtsmann (russisch und tättowiert) arbeiten zähneknirschend zusammen, um die Welt vor dem „schwarzen Mann“ zu retten), der Film ist auch herausragend besetzt: Chris Pine, Hugh Jackman, Alec Baldwin und Jude Law. Und als wäre das alles noch nicht genug, ist Guillermo del Toro (!!) mit seinem unfehlbaren Geschmack und seinen finsteren Visionen Executive Producer.

Nikolaus erscheint endlich der neue Disney-Film – nicht nur hat es eineinhalb Jahre gedauert, seit der letzte im Kino war (und das auch nur sehr halbherzig, s.u.), Disney hat außerdem seit vier Jahren keinen Film mehr herausgebracht, der nicht entweder auf einem Märchen oder einem Buch basiert hätte. Selbst wenn das nicht so wäre: Wreck-It Ralph (Ralph Reicht’s) stammt von einem der Köpfe hinter Futurama, sieht aus wie eine Mischung aus feuchtem Geek-Traum und purer Disney-Magie und wäre trotz Brave der Film, auf den ich mich dieses Jahre am meisten freue – wäre da nicht…

… Tim Burton’s Frankenweenie, der streng genommen bei uns erst im Januar erscheint. Tim Burton war in letzter Zeit nicht gerade auf der Höhe seines Könnens, und so sehr ich Johnny Depp und Helena Bonham-Carter liebe (und so gut sie in Burtons Welt passen): Vielleicht ist es an der Zeit, mal nicht mehr in der ewig gleichen Suppe zu rühren. Frankenweenie sieht aus wie genau dieses Projekt: Burton’s Go-To-Besetzung ist nicht dabei. Vor allem aber ist Frankenweenie die Spielfilm-Version eines brillianten Kurzfilms, den Burton am Anfang seiner Karriere gemacht hat und der all die kreativen Eigenarten und künstlerischen Seltsamkeiten seiner späteren Meisterwerke vereint. Möge er Burton zu Bestform auflaufen lassen.

* Mein Favorit von 2011: Disneys charmante und total unter den Tisch gefallene Neuverfilmung von Winnie-the-Pooh.

PS: Und nächstes Jahr geht’s ähnlich spektakulär weiter: Pixar bringt die Fortsetzung von Monster AG heraus!

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